Die Rekrutenschule #6 – Wehwehchen und Schmerzen

Die Gefahr, sich zu verletzen, ist in der Armee gross. Klar, denn man bewegt sich ständig. Der vernünftige Umgang und die Differenzierung zwischen “Bobo” und einer echten physischen Einschränkung lassen aber zu wünschen übrig.

Widerstandsfähig und doch zerbrechlich – der Körper

Es fängt alles ganz klein an. Am Anfang steht da die Frage, weshalb das Medizinische Zentrum (MZR) am Tag durchschnittlich 80 Patienten behandelt. Ist die Verletzungsgefahr so gross? Sind die heutigen Rekruten und Soldaten einfach Weicheier? Beides  stimmt. Aber die Zahl der Patienten wäre bereits viel kleiner, wenn früher reagiert werden würde. Beschwerden im Knie? Egal, weitermachen. Bis zu einem gewissen Grad ist Durchbeissen angebracht, sonst macht man es sich ohne Zweifel zu leicht. Dann kommt aber diese feine, dafür umso wichtigere Grenze, wenn aus einem anfänglichen “Bobo” echte Beschwerden entstehen. Schon hat sich das Kniegelenk entzündet. Wäre es nötig gewesen, deshalb ins MZR zu gehen? Nein, wenn man früher reagiert hätte. Die Sensibilisierung würde medizinische Kosten sparen und die Betroffenen weniger belasten.

Die Schwierigkeit ist es, Simulanten von den echten Fällen zu trennen. Das Beispiel mit der Entzündung eines Gelenks ist ein perfektes Beispiel, denn äusserlich lässt sich diese nur in seltenen Fällen nachweisen. Die Aussage des Patienten ist oft der einzige Indikator, und der steht prinzipiell unter Verdacht.

Wie viel einem die persönliche Gesundheit wert ist, ist jedem selber überlassen. Auch, ob er sich für die Schweizer Armee kaputt machen will.

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