Die Rekrutenschule #5 – Schätzen lernen

Die Rekrutenschule hat auch seine – o Wunder – guten Seiten. Hier folgt also eine Liste von Dingen, die man dank der Dienstzeit wieder zu schätzen lernt.

by Janosch Tröhler

Bett
Auch wenn man wöchentlich fünf bis sechs Nächte in der Kaserne verbringt, fühlt es sich doch nie richtig nach zuhause an. Das liegt vor allem daran, dass nebenbei die anderen Rekruten schlafen, schnarchen, grunzen und furzen. Oder gar stöhnen! Man will gar nicht wissen, wieso. Und wenn man am nächsten Morgen erwacht und eine geliebte Person neben einem liegt, ist das das Grösste.

Duschen
Klar, auch in der Kaserne kann man duschen. Aber alleine ist es doch immer am schönsten. Man muss sich nicht zwischen einer Horde von Schwänzen und Ärschen durchzwängen, um dann endlich in das abwechselnd heisse und kalte Nass zu kommen.

Schlaf
Es ist kein Geheimnis: Schlaf ist Mangelware. Der Tag beginnt gegen fünf Uhr morgens und dann ist man sicher bis nach elf Uhr abends auf den Beinen. Das zehrt an der Energie. Wie schön ist es da, am Wochenende wieder schön auszuschlafen.

Musik
Als Musikfanatiker ist das wohl der am schwersten zu ertragende Punkt dieser Liste. Wenn ich dann im Zug die Kopfhörer aufsetze, katapultiert es mich in den Soundhimmel und die Welt um mich herum verschwindet. Einfach herrlich!

Menschen
Auch im Militär ist man ständig um Menschen oder Menschenähnliche Kreaturen herum. Selbstverständlich ist das nicht das Gleich, wie das Zusammensein mit jemandem, mit dem man eine Leidenschaft teilt – oder sogar Körperflüssigkeiten.

Nichtstun
Ständig auf den Beinen, körperliche Anstrengungen mit knapp sechs Stunden Schlaf. Der Angehörige der Armee ist ständig auf Achse. Da tut es nur gut, am Wochenende einfach im Gras zu liegen und die Ruhe in sich aufzusaugen, Energie zu tanken.

Essen
Plötzlich realisiert man, dass Mutters oder wessen Küche auch immer gar nicht so übel ist. Ob für eine Familie gekocht wird oder für Hunderte von Soldaten, macht eben doch einen wesentlichen Unterschied. Da werden sogar die uninspiriertesten Teigwaren zuhause zum Gaumentraum.

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