Das Ende des Verlagswesens?

Im Musikbereich ist Apple mit iTunes ein Gigant. Mit iBooks begann das Unternehmen den Buchmarkt zu revolutionieren. Nun folgt die iMac-App „iBooks Author“ mit der jeder zum potentiellen Schriftsteller avanciert.

Die App lässt sich kinderleicht bedienen und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung des eigenen Ebooks. Der grösste Vorteil, den Apple dem Nutzer bietet, ist jedoch die Veröffentlichung: Während man bei traditionellen Verlagshäusern lange auf ein Feedback wartet und man sein Manuskript mehreren möglichen Verlagen schicken muss, vereint Apple alles unter einem Dach. Dennoch kann es auch zu Wartezeiten kommen, denn jedes Buch wird durch Mitarbeiter begutachtet.

Mittlerweile ist es fast schon eine philosophische Haltung, ob man das Buch nun in Papierform oder mit einem Reader in der Hand hält. Die Zukunft dürfte doch zweifellos elektronisch dominiert sein, gerade auch weil man den Papierverbrauch einschränken kann und Kosteneinsparungen enorm sind. Nicht nur Verlage sparen durch eine papierlose Publikation Geld, auch der Autor profitiert. Um sein Buch im App-Store von Apple veröffentlichen zu können, muss er allerdings einen Vertrag mit dem Unternehmen aus Cupertino eingehen. Im Lizenzvertrag von Apple steht folgendes:

„wenn das Werk kostenlos (ohne eine Gebühr) bereitgestellt wird, haben Sie das Recht, es mit jeglichen Mitteln zu verteilen“

Der interessanteste Aspekt ist für einen angehenden, jungen Autor sicherlich die Möglichkeit, schnell am eigenen Werk zu verdienen. Leicht lassen sich multimediale Buchprodukte online stellen, die dann ebenso simpel von Familie und Freunden oder schlicht Interessierten gekauft werden kann. Auch hier gibt der Lizenzvertrag Informationen Preis. So behält der Autor sämtliche Rechte am Inhalt seines Werkes, aber nicht an der Form, die durch iBooks Author generiert wurde. Damit sichert sich Apple gerechterweise das Recht an seiner Software, lässt dem Schriftsteller aber immer noch den grösstmöglichen Freiraum. Inwiefern der Vertrag in der Rechtssprechung ausgelegt werden kann, ist eine andere Frage. Für kostenpflichtige Angebote durch einen Autor schliesst Apple einen zusätzlichen, schriftlichen Vertrag über die Verbreitung, die ausschliesslich über den Store passieren darf, ab.

Ich werde den iBooks Author intensiv testen und versuchen, ein Werk in den Store zu bringen. Erfahrungsbericht folgt.

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